Akademische Feier 2026
Fotos: Uwe Dettmar
Auszeichnungen für herausragende Forschung, Lehre und Studienabschlüsse
Im Rahmen der gemeinsamen Akademischen Feier des Fachbereichs Physik und der Walter Greiner Gesellschaft zur Förderung der physikalischen Grundlagenforschung erhielten Physikerinnen und Physiker am 26. Juni 2026 Auszeichnungen für herausragende Studienabschlüsse, exzellente Lehre sowie bahnbrechende Forschung. Ein Sonderpreis für ihr ehrenamtliches Engagement zur Steigerung der Sichtbarkeit von Frankfurter Pionierinnen der Physik wurde an Stefanie Mrozinski und Bereket Ghebretinsae verliehen.
Mit dem Karl Schwarzschild-Preis werden vom Fachbereich Physik und der Walter Greiner Gesellschaft alle zwei Jahre herausragende Beiträge auf dem Gebiet der Gravitations-(Astro-)Physik gewürdigt. In diesem Jahr erhielt Prof. Dr. Anton Zensus vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie die Auszeichnung. In seinem Festvortrag nahm er die Gäste mit in die spannende Welt der schwarzen Löcher und ferner Galaxien. (Ausführlichere Würdigung folgt)
Neben der Vorstellung der Deutschland-Stipendien sowie der Rolf und Edith Sandvoss-Stipendien für Studierende in finanziell schwierigen Situationen wurde in diesem Jahr auch erstmals die neue Winfried Wilcke-Studierendenförderung vorgestellt. Dank der großzügigen Unterstützung von Dr. Winfried Wilcke, Alumnus des Fachbereichs Physik, erhalten in Zukunft jährlich rund 20 Studierende des Fachbereichs ein leistungsbasiertes Stipendium zur Unterstützung ihres Studiums.
Beste Studienabschlüsse
Für ihre konstanten Bestleistungen im Verlauf des Physik-Studiums wurden Matthias Daniel, Jonas Galka, Lucas Katschke, Sonja Köhler und Johannes Starck geehrt. Sie erhielten die Auszeichnung für die fünf besten Studienabschlüsse in Physik und Biophysik, welche von Helena und Jürgen Struckmeier sowie Eva und Ekkehardt Sättele gestiftet wurde.
Walter-Greiner-Preis für die besten Dissertationen des Jahres
Für die beste Dissertation auf dem Gebiet der experimentellen Physik wurde Dr. Benedict Heybeck ausgezeichnet. Seine Arbeit mit dem Titel Measurement of the Σ+ Production and the p–Σ+ Correlation Function in Proton-Proton Collisions with ALICE at the LHC wurde von Professor Harald Appelshäuser betreut.
Die Auszeichnung für die beste Dissertation auf dem Gebiet der theoretischen Physik erhielt Dr. Renan Góes-Hirayama. Seine Arbeit mit dem Titel Dynamical Production of Dileptons within a Hybrid Approach wurde von Professorin Hannah Elfner betreut.
Die Auszeichnungen wurden jeweils von der Carl-Wilhelm-Fück-Stiftung gestiftet.
Niko-Claus-Lehrpreis
Der Niko-Claus-Preis für herausragendes Engagement in der Lehre 2026, benannt nach seinen Stiftern Dr. Dr. h.c. Nikolaus „Niko“ Hensel und Claus Wisser, wurde an Dr. Sven Jarohs vom Institut für Mathematik verliehen. Erstmalig in seiner Geschichte wurde der Preis somit außerhalb des Fachbereichs Physik vergeben, was die besondere Bedeutung und Qualität der Mathematik-Lehre im Grundlagenbereich unterstreicht, die von Dr. Sven Jarohs angeboten wird. In seiner Laudatio würdigte Altan Güneş als Vertreter der Fachschaft Physik insbesondere den hohen persönlichen Einsatz des Preisträgers für seine Studierenden in der Vermittlung der für das Verständnis der Physik essenziellen mathematischen Kenntnisse.
Wissenschaftspreis der Frankfurter Physik
Mit dem Wissenschaftspreis der Frankfurter Physik, gestiftet von der Carl-Wilhelm-Fück-Stiftung, wurde Dr. Peter Lowdon vom Institut für Theoretische Physik ausgezeichnet. Seine Arbeiten zu konzeptionellen Fragestellungen der Quantenfeldtheorie bei endlicher Dichte und Temperatur skizzierte er den Gästen anschaulich und informativ in einer kurzen Ansprache. Dabei hob er das besondere Arbeitsumfeld am Fachbereich Physik hervor, welches seine Forschung positiv und nachhaltig beeinflusst habe.
Sonderpreis für ehrenamtliches Engagement zur Steigerung der Sichtbarkeit von Frankfurter Pionierinnen der Physik
Ein besonderes Highlight war die Verleihung des von der Walter Greiner Gesellschaft gestifteten Sonderpreises an Stefanie Mrozinski und Bereket Ghebretinsae. Beide haben sich neben ihrer Promotion am Fachbereich Physik intensiv mit der Geschichte von Marietta Blau, Elisabeth Bormann, Alice Golsen und Gisela Eckhardt beschäftigt, welche als Wissenschaftlerinnen in Frankfurt gewirkt haben, jedoch immer im Schatten ihrer männlichen Kollegen standen und/oder als Jüdinnen ein besonderes Schicksal erlitten. Als sichtbares Zeichen zur Würdigung dieser Pionierinnen der Physik wurden auf Initiative von Stefanie Mrozinski und Bereket Ghebretinsae Porträtgemälde angefertigt, welche am Physik-Hörsaal angebracht wurden, die nun an die vier historisch bedeutsamen Frankfurter Physikerinnen erinnern. (Ausführlichere Würdigung folgt)
Im Anschluss an die Preisverleihungen und bei hochsommerlichen Temperaturen ging gemeinsam mit den Stifterinnen und Stiftern der fachliche Austausch in der Mensa „Pi x Gaumen“ auf dem Campus Riedberg weiter.